Archive für Kategorie: Bewusstsein

Die modernen Bilder basieren alle auf einem gemeinsamen Gestaltungsprinzip, das seine Wurzeln in dem ältesten Buch der Menschheit hat, den 64 Hexagrammen des I Ging.

Das Wesen des Buches der Wandlungen besteht in den Handlungs- und Zukunftsprognosen. Daher bestehen die Bilder in Darstellungen von Zuständen und Tendenzen grundlegender, existentieller menschlicher Erfahrungen und kollektiver Lebenssituationen verbunden mit einer weltlichen Grundmatrix.

Wie genau unsere Zukunft beeinflusst werden kann, macht uns das I Ging deutlich in dem es uns hier als Zugang zum Unbewussten oder kollektiven Unterbewussten behilflich ist. Die schriftlichen Quellen des „I Ging“ gehen auf eine Tradition von ca. 3000 Jahren zurück. Die grundlegenden Entscheidungen des Lebens, die Gesetze von Entstehung, Wachstum und Verfall der Dinge werden in ihm beobachtet und beschrieben.

Was ist das I Ging?
»Das I Ging entzieht sich jeder gängigen Zuordnung. Es ist weder Philosophie, Ethik, Kosmologie, Mythologie noch ein religiöser Offenbarungstext. Mit seinen Strichkombinationen und seiner urtümlichen Bildersprache erhebt es den Anspruch, sowohl den Kosmos wie auch den einzelnen Menschen in seinem schicksalhaften Wandel zu erfassen«, schreibt der Sinologe, Japanologe und Philosoph Georg Zimmermann in I Ging – das Buch der Wandlungen (Patmos 2007).

Am ehesten könnte man es ein Lebens- und Weisheitsbuch nennen, das als Orakel befragt werden kann. Mit dem I Ging zu arbeiten setzt keinen Glauben voraus. Dennoch vermittelt es uns das eindrückliche Empfinden, dass der Kosmos und das menschliche Leben einen Sinn haben, der sich uns mitteilen kann.

In 64 Bildern, die Hexagramme genannt werden, beschreibt das I Ging die Welt in Form von Lebenssituationen. Dualität und Veränderung bilden die Grundideen, auf denen das Buch aufbaut. Menschen erfahren die Welt in Form von polaren Gegensätzen, die sich zu einem Ganzen formen. Tag und Nacht, gut und böse, groß und klein – indem wir das eine vom anderen unterscheiden, sind wir in der Lage, eine Wahl zu treffen und uns für oder gegen etwas zu entscheiden.

daccord – Körper Kunst Kultur

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Körper Kunst Kultur

Geh doch

Willst als liebes Mädchen leben
als gnädige Frau jetzt Post-it kleben?
Keiner fragt nach dem Warum,
alle stellen sich gern dumm.

Geld und Welt was wollt ihr sein?
Traurig bin ich auch daheim!
Schreibe meine Post-it schnell
Keiner weiß warum nur, gell?

Muss in allen Zeiten leben
wem kann ich´s vergeben
Liebes Mädchen, bist doch mein,
traurig bist Du auch allein.

Stille Winde, sanfter Sturm
kleine Brise auf zum Turm.
Ozeangelächter schnell
wo bleibt unser Wilhelm Tell.

Rettung gibt´s nicht in der Not
Lebe jetzt und ohne Brot.
Wach jetzt auf und zwar ganz leise
auf Deine eigene Art und Weise.

Keiner wird es je vermissen,
alle werden nur beschissen.
Um ihr Allerheiligstes Recht
Geh doch, du warst niemals Knecht.

Der Apfel fiel sehr weit vom Baum
und lebt schon lang in Eva´s Traum.
Nimmt sie mit auf seine Reise,
offenbart Geheimnisse, doch ganz leise.

So viele stehen in Seinem Joch.
Geld und Welt, was willst Du noch?
Lauter wird der Krieg jetzt sein
und jeder isst sein Brot allein.

Warum hast Du´s vergessen,
den Apfel nie gegessen?
Willst als liebes Mädchen leben
als gnädige Frau jetzt Post-it kleben?

daccord-art

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Arno Grün erinnert in seinem Buch der „Wahnsinn der Normalität“, dass unsere Zivilisation uns ängstlich gemacht und in Scham versetzt wenn unsere Bedürfnisse uns verwundbar machen.

Erich Fromm setzt sich mit der Bedeutung der Freiheit für den modernen Menschen auseinander und zeigt, dass er diese Freiheit, verstanden als positive Verwirklichung des individuellen Selbst, noch nicht errungen hat.

Immer mehr erleben das Burnout-Syndrom (engl. (to) burn out: „ausbrennen) es ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit, das als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden kann, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt. Gerade die Kunst gibt oft Aufschluss darüber, in welchem Dilemma wir uns befinden können oder zeigt warum falsche Auswege irrelevant bleiben.
Es ist so angenehm, zugleich die Natur und sich selbst zu erforschen, weder ihr noch dem eigenen Geist Gewalt anzutun, sondern beide in sanfter Wechselwirkung miteinander ins Gleichgewicht zu bringen. Johann Wolfgang von Goethe

Der Wille zur Kultur ist universeller Fortschrittswille, der sich des Ethischen als des höchsten Wertes bewußt ist. Albert Schweitzer

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Wie mächtig ist der Mond – la luna? Seit Anbeginn der Geschichte wird der/die Mond/in als weibliche Himmelsmacht von den Menschen verehrt: So lassen sich in allen Kulturkreisen und Epochen Spuren matriarchalischer Mondreligionen nachweisen – von den vorchristlichen Göttinnen Kulten über das Hexenwesen des Mittelalters bis hin zur katholischen Marienverehrung. Der/die Mond/in hat nichts von seiner Kraft und Faszination verloren.

Seit Urzeiten verband sich die geheimnisvolle Kraft des Mondes mit dem Leben auf der Erde. Er wurde größer und kleiner und verschwand für drei Tage völlig vom Firmament. Aber sein scheinbarer Tod war nicht von Dauer – stets kehrte der Mond nach drei dunklen Nächten zurück. Und wie der Mond stirbt und zu neuem Leben erwacht, dachte man sich, würden auch die Sterblichen nach ihrem Tod neu leben. Der Mond wurde so zum frühesten Sinnbild göttlicher Macht.

Eine Macht, die weiblich schien – denn nur im weiblichen Körper wiederholte sich Monat für Monat der kosmische Zyklus des Mondes und nur durch ihren Körper wurde neues Leben geboren. Das Urmysterium aller Religionen von Leben, Tod und Wiedergeburt trug in der Frühzeit unserer Kultur die Frau in sich.

Sie verkörperte die Herrin der Schöpfung, des Schicksals und der Zeit. Sie war Mutter des Mondes und der Erde – des Wassers und der Luft. Die frühgeschichtliche Welt kannte keine männlichen Götter. Die Macht über Leben und Tod war weiblich.

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daccord Körper Kunst Kultur

Der sein göttliches Selbst Suchende sollte ständig den Satz „Das bin nicht ich“ im Bewußtsein haben.

Die innere Arbeit, die Gurdjieff von denen verlangt, die erwachen wollen und damit nach seiner Philosophie erst zu Menschen werden, birgt Gefahren in sich.

Gurdjieffs Kunst:

1. Geh immer den Ereignissen nach, die der Rest der Menschheit als mysteriös abtut.
2. Tu niemals etwas, weil andere es auch tun.
3. Denke niemals das, was andere denken.
4. Vertraue nur der eigenen Sicht der Welt, niemals der Sicht, wie sie andere haben. Und traue auch deiner eigenen Sicht nur einen Moment lang.

daccord Körper Kunst Kultur